Seit mitte 2012 beschäftige ich mich sehr intensiv mit der HDR-Fotografie. Beim Einstieg in die Technik haben mir viele Dokumentationen im Internet geholfen aber vorallen das sehr gelungene Buch von Jürgen Held, „Digitale Fotopraxis HDR-Fotografie“ war die perfekte Ergänzung.

Ich möchte hier nicht viel über die Techniken oder die Begriffe  schreiben, das kann der Interessierte sich über die o.g. Links selber erlesen. Nur so viel, das Kürzel HDR oder auch HDRI steht für High Dynamic Range Image zu deutsch, Bild mit hohem Dynamikumfang. Diese Bilder können den gesamten Helligkeitsumfang der Natur darstellen. Für die meisten die so ein Foto zum ersten mal sehen wirkt es eher Surreal da das menschliche Gehirn nicht gewöhnt ist auf einem Foto diesen Kontrastumfang wahrzunehmen, aber es ist doch sehr beeindruckend welche Wirkung solch ein Foto hat.

HDR’s bestehen aus mindestens 3 oder mehr Fotos bzw. Aufnahmen mit verschieden Belichtungen, dies nennt man eine Belichtungsreihe. Diese Belichtungsreihe besteht aus einem normal- einem unter- und einem überbelichteten Foto welche meistens in einem Speziellen Programm (z.b. Photmatix der Firma HDRsoft) über das Tone Mapping Verfahren verrechnet werden. Im Nachgang kann man die Bilder dann noch in Bildbearbeitungsprogrammen weiter bearbeiten.

Hier ein Beispiel:

HDRIbeispielBelichtungsreihe aus fünf Aufnahmen mit jeweils 2 Blendenstufen Abstand.

good morning

Das fertige HDRI.

Für die HDR-Technik sind am besten „Stillleben“ geeignet, bewegte Szenen sind nur bedingt geeignet da durch die Belichtungsreihe so genannte „Geisterbilder“ entstehen, die dann wenn überhaupt nur mit erheblichen Aufwand zu beseitigen sind. Zwar sind die einschlägigen Programme zum Teil in der Lage diesen Effekt heraus zu rechen oder zu kompensieren, ob das aber zum gewünschten Ergebnis führt ist nicht immer sicher. Bei manchen Szenen kann dieser „Geisterbild“ Effekt allerdings auch die Gesammtdynamik des Bildes positiv beeinflussen und somit erwünscht sein. Also, man muss die Szene von Fall zu Fall bewerten und entscheiden was das Bild aussagen soll.

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